Herkunft
Der Sesam stammt ursprünglich aus Südasien, besonders von der Malabarküste, dem nordwestlichen Indien und dem pakistanischen Punjab. Er wurde schon vor über 5000 Jahren angebaut und ist eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Von Südasien aus verbreitete sich der Sesam in viele tropische und subtropische Länder rund um den Globus. Denn der Sesam benötigt für seinen Anbau warme und sonnige Bedingungen, stellt dabei aber nur geringe Ansprüche an den Boden, solange er nährstoffreich und durchlässig ist. Der Sesam der Spielberger Mühle kommt von der Sekem-Farm, einer biodynamischen Farm in Ägypten, die 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründet wurde. Dieses Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alternativen Nobelpreis, für seine nachhaltige und soziale Arbeit. Aus einem trockenen Sandboden in der Wüste hat Abouleish mit biodynamischer Landwirtschaft eine grüne Oase geschaffen, die nur 60 Kilometer von Kairo entfernt liegt. Hier wachsen viele verschiedene Pflanzen, die zum Teil in eigenen Anlagen verarbeitet werden. Hans Spielberger, der Vater des heutigen Firmenchefs, hat Ende der 90er Jahre beim Aufbau einer Mühle, einer Ölmühle und einer Bäckerei geholfen. Außerdem wurden verschiedene Einrichtungen für Bildung, Gesundheit und Kultur aufgebaut. Sekem ist ein Ort, der hunderten ägyptischen Familien nicht nur einen Arbeitsplatz bieten, sondern auch eine Lebensperspektive.
Verarbeitung 
Die Aussaat des Sesams erfolgt im Frühling oder Sommer, wenn die Temperaturen mindestens 20°C betragen. Nach der Blütezeit bildet die Sesampflanze Früchte. Dabei handelt es sich um längliche Kapseln, die viele kleine Samen enthalten. Die Ernte erfolgt, bevor die Kapseln vollständig aufspringen und die Samen verloren gehen. Dazu werden die Pflanzen abgeschnitten und anschließend kopfüber zum Trocknen aufgehängt.
Der Sesam für die Spielberger Mühle wird nach der Ernte mehrfach gereinigt und anschließend in Säcke verpackt. In der Spielberger Mühle wird er schließlich in verbrauchsgerechte Größen abgepackt.
Verwendung
Sesam wird für verschiedene kulinarische und therapeutische Zwecke verwendet. Häufig werden die Samen gepresst und das Öl zum Kochen oder als Würzmittel verwendet. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien und kann auch für die Haut- und Haarpflege oder als Massageöl verwendet werden. Aber die Sesamsamen können auch gemahlen werden um daraus einen Sesammus wie Tahin herzustellen. Tahin ist eine wichtige Zutat für viele orientalische Gerichte wie Hummus, Baba Ghanoush oder Halva, kann aber auch als Brotaufstrich oder Dip verwendet werden. Ein beliebter Snack oder eine Süßigkeit ist Sesamkrokant, der aus gerösteten Samen und Zucker oder Honig hergestellt wird. Sesamsamen können aber auch pur gegessen werden oder anderen Speisen wie Salaten, Müslis, Brot oder Gebäck zugefügt werden. Sie verleihen den Gerichten einen nussigen Geschmack und eine knackige Konsistenz.
Gut zu wissen:
- Sesam ist eine der ältesten Ölpflanzen der Welt und wurde schon vor über 5000 Jahren angebaut.
- Die Sesamsamen enthalten eine besondere Substanz namens Sesamin, die entzündungshemmend, cholesterinsenkend und leberschützend wirkt.
- Sesam ist eine gute Quelle für Kalzium und Selen, die wichtig für die Knochen und die Schilddrüse sind.
- Sesam enthält mehr Calcium als Milchprodukte.
- Sesam ist ein Bestandteil von Tahin, einer orientalischen Würzpaste, die oft für Hummus oder Süßspeisen verwendet wird.
Sesam findest du im Sortiment der Spielberger Mühle.