Quinoa

Quinoa ist mehr als nur ein gesundes Trendfood. Bei dem Pseudogetreide handelt es sich um eine uralte Kulturpflanze aus den Anden, die schon bei den Inka ein wichtiges Nahrungsmittel war. Quinoa ist reich an Proteinen, Eisen und anderen Nährstoffen und eignet sich hervorragend für die vegetarische und glutenfreie Küche. Ob als Salat, Bratling, Müsli oder Auflauf - Quinoa lässt sich vielseitig zubereiten und schmeckt dabei leicht nussig.

Quinoafeld

Anbau und Herkunft

Quinoa stammt ursprünglich aus den Andenregionen Südamerikas, wo sie seit etwa 5000 Jahren als Kulturpflanze bekannt ist. Insbesondere in Ländern wie Bolivien, Ecuador und Chile gehört das Superfood zu den Grundnahrungsmitteln der dortigen Bevölkerung.
Quinoa hat beim Anbau einige besondere Eigenschaften, die sie zu einer robusten und ertragreichen Pflanze machen. Denn Quinoa ist an die klimatischen Bedingungen der Hochgebirge angepasst und gedeiht bis in Höhen von 4200 Metern. Außerdem verträgt sie Trockenheit, Kälte und karge Böden recht gut. Die Pflanze ist relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten und kann als Folge frucht von Starkzehrern wie Kartoffeln oder Mais gepflanzt werden.
Der Quinoa Anbau hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, sowohl in den traditionellen Anbauländern Südamerikas als auch in anderen Regionen der Welt. In Südamerika hat der Quinoa Boom zu einer Ausweitung der Anbauflächen und einer Intensivierung der Produktion geführt, was auch negative ökologische und soziale Folgen haben kann. Denn der Anbau von Quinoa kann zu einer Übernutzung der Böden, einer Abnahme der Biodiversität und einer Verdrängung anderer Kulturpflanzen führen. Außerdem kann der hohe Preis von Quinoa dazu führen, dass die lokalen Bauern und Konsumenten sich das Nahrungsmittel nicht mehr leisten können.
In anderen Regionen der Welt, wie zum Beispiel in Europa, wird Quinoa zunehmend als alternative Getreideart angebaut, die an klimatische Veränderungen angepasst ist. Um Quinoa auch erfolgreich in Mitteleuropa anbauen zu können, müssen aber einige Bedingungen beachtet werden. Quinoa sollte im April ausgesät, im September geerntet und nach der Ernte getrocknet werden, da die Körner ungleichmäßig reifen. Der Anbau von Quinoa bietet einige Vorteile, wie zum Beispiel eine hohe Ertragsstabilität und eine gute Eignung für den ökologischen Landbau. Der Rohstoff für die Quinoaflocken der Spielberger Mühle stammt aus einem Anbaugebiet in Spanien. 

Sorten

Es gibt viele verschiedene Quinoasorten, die sich in ihrer Farbe, Form, Größe und Geschmack unterscheiden. Die bekanntesten und häufigsten Sorten sind weißer, roter und schwarzer Quinoa. Weißer Quinoa hat einen milden und feinen Geschmack und eine geringe Bissfestigkeit. Er lässt sich am schnellsten kochen und eignet sich für Süßspeisen und als Beilage. Roter Quinoa hat einen nussigen und herzhaften Geschmack und eine feste Konsistenz. Er bleibt auch nach dem Kochen bissfest und farbenfroh und eignet sich für Salate, Suppen und Aufläufe. Schwarzer Quinoa ist eine Hybrid-Sorte, die aus Quinoa und Baumspinat gekreuzt wurde. Er hat einen süßen und erdigen Geschmack und eine sehr bissfeste Textur und eignet sich für Salate, Müsli und als Beilage.
Neben diesen drei Sorten gibt es noch viele weitere Quinoasorten, die alle eine unterschiedliche Farbe haben. Sie haben alle ähnliche Nährwerte und gesundheitliche Vorteile, aber können sich im Geschmack und in der Kochzeit unterscheiden. 

Verwendung

Quinoa kann in der Küche in vielen verschiedenen Gerichten eingesetzt werden, da er sehr vielseitig und gesund ist. Er kann als Ganzes Korn als Beilage anstelle von Reis und Couscous gekocht oder in Hauptgerichten mit Gemüse kombiniert werden. Quinoa eignet sich aber auch für Salate, Suppen, Aufläufe oder Bratlinge und schmeckt in Süßspeisen wie Obstsalat oder Aufläufen. 
Für Frischkorn-Müsli kann Quinoa auch roh zubereitet werden. Dabei sollte der Quinoa vor dem Kochen oder Schroten gut abgespült werden, um die Bitterstoffe zu entfernen. 
Ganz einfach ist es, Quinoa in Form von Flocken in den Speiseplan zu integrieren. Sie werden in der Spielberger Mühle schonend gedämpft und anschließend ausgewalzt. Dadurch enthalten die Flocken alle wertvollen Inhaltsstoffe aus dem ganzen Korn.
In den Ursprungsländern von Quinoa werden nicht nur die Samen verwendet wie bei uns, dort werden oftmals auch die mineralstoffreichen Blätter als Gemüse gekocht oder als Salat zubereitet.

Gut zu wissen:

  • Quinoa ist kein echtes Getreide, sondern gehört zu den Pseudogetreiden wie Amaranth oder Buchweizen.
  • Quinoa ist sehr anpassungsfähig und wächst in verschiedenen Höhenlagen und Klimazonen.
  • Da Quinoa glutenfrei ist, kann er auch von Menschen mit Zöliakie verzehrt werden.
  • Quinoa ist eine hochwertige Proteinquelle, da er alle neun essentiellen Aminosäuren enthält.
  • Quinoa hat einen niedrigen glykämischen Index, wodurch der Blutzuckerspiegel stabil bleibt und die Insulinsensitivität verbessert werden kann. 
  • Vor dem Verzehr sollte Quinoa gewaschen werden, um die Bitterstoffe (Saponine) zu entfernen, die in der Schale der Samen enthalten sind. 
  • Es gibt Quinoa in ganz unterschiedlichen Farben wie weiß, rot oder schwarz, die sich im Geschmack und in der Konsistenz unterscheiden. 
  • Die Samen sind in vielen Knabbereien wie Müslimischungen, Keksen oder Waffeln enthalten. 

Quinoa findest du im Sortiment der Spielberger Mühle als Flocken.
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