Vom Korn zum Mehl – und von dort auf unseren Teller: Getreide ist die Grundlage vieler Lebensmittel, die uns täglich begleiten. Doch was unterscheidet Dinkel von Weizen? Welche Eigenschaften haben verschiedene Getreidearten und was entsteht daraus in der Mühle? In unserem Mühlenwissen nehmen wir euch mit in die Welt des Getreides und zeigen, was in jedem Korn steckt.
Dinkel
Das Angebot an Produkten aus Dinkel hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dinkel gilt als gesundes und bekömmliches Getreide und auch als ideales Getreide für den Bioanbau. Obwohl er im Vergleich zu Weizen weniger Ertrag erzielt und aufwändiger zu verarbeiten ist, bringt Dinkel einige Vorteile mit sich. Durch seine festsitzende Spelzhülle, die den Dinkel vom Weizen unterscheidet, ist der Dinkel sehr robust gegenüber Schädlingen und geschützt vor möglichen Umwelteinflüssen.
Die Gerste feiert seit einiger Zeit ein Comeback als gesundes und gut verträgliches Getreide. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken um ihre Darmgesundheit. Unsere Darmflora profitiert dabei besonders von dem Ballaststoff Beta-Glucan, der in der Gerste in sehr hohen Mengen enthalten ist.
Hafer ist ein wahres Superfood und wird häufig unterschätzt. In Form von Haferflocken im morgendlichen Müsli oder Porridge bietet der Hafer alle wichtigen Nährstoffe für einen guten Start in den Tag. Durch seinen hohen Protein- und Ballaststoffgehalt sättigt der Hafer besonders lange. Vor allem durch die Beta-Glucane, eine spezielle Art von Ballaststoffen, steigt der Blut-zuckerspiegel nur langsam an. Doch nicht nur in Form von Haferflocken gewinnt der Hafer wieder mehr an Bedeutung, auch durch das Wachstum veganer Milchalternativen werden Produkte aus Haferdrinks immer wichtiger.
Deutschland ist der größte Roggenproduzent der Welt und das nicht ohne Grund. Denn Roggen ist nicht nur ein aromatisches und sättigendes Getreide, sondern auch ein gesundes Lebensmittel, das viele Vorteile für unseren Körper und unser Wohlbefinden bietet. Er wird dabei vor allem als Brotgetreide verwendet, aber auch für die Herstellung von Genussmitteln, als Futtermittel oder als nachwachsender Rohstoff. Durch die blaugrüne Färbung und den besonders langen Halmen ist Roggen in der Landschaft leicht zu erkennen.
Urgetreide sind lange Zeit in Vergessenheit geraten, gewinnen nun aber wieder an Bedeutung. Sie zeichnen sich durch ihren besonderen Geschmack, ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und ihre ernährungsphysiologischen Vorteile aus. Urgetreide wie Dinkel, Einkorn, Emmer oder Urroggen sind zudem robust und genügsam im Anbau und tragen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei.
Weizen ist mehr als nur ein Getreide. Seit Tausenden von Jahren wird er angebaut und verarbeitet, um Brot, Nudeln, Kuchen, Bier und vieles mehr herzustellen. Er ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit und deckt 20% des weltweiten Kalorienkonsums der Menschen. Doch der Weizen steht auch vor großen Herausforderungen: Er wird kritisiert für seine Umweltauswirkungen, seine gesundheitlichen Risiken und seine Abhängigkeit von wenigen Großkonzernen.
Mehle und Mehltypen Die Müllerei ist ein anspruchsvoller und vielschichtiger Prozess, der viel handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl erfordert. Durch die Qualität der Rohstoffe und die Fertigkeiten der Müller:innen entsteht Mehl in ganz unterschiedlicher Qualität. Die Spielberger Mühle nutzt Rohstoffe in bester Demeter-Qualität, um hochwertiges Mehl zu produzieren. Dazu wird das Getreide nach der Reinigung einem mehrstufigen Prozess unterzogen, in dem es mehrfach vermahlen und gesichtet wird. Anschließend werden die verschiedenen Passagenmehle wieder zusammengemischt um die richtige Mehltype mit optimalen Backeigenschaften zu erhalten.
Was macht die Qualität von Mehl aus? Auf der Suche nach qualitativ hochwertigem Mehl kaufen vielen Menschen Bio- oder Demeter-Mehl. Doch was unterscheidet dieses Mehl von konventionellem Mehl?
Entdecke die faszinierende Welt des Backens: Von der Auswahl des besten Getreides bis hin zu Wissen um Mehl – auf unserem Blog findest du alles, was du für perfekte Backergebnisse brauchst!
Amaranth ist eine echte Nährstoffbombe und eignet sich durch seinen hohen Proteingehalt besonders gut für aktive Menschen. Er gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt und war früher bei den Azteken neben Mais ein Hauptnahrungsmittel. Dabei gehört Amaranth gar nicht zum Getreide, sondern zur Gruppe der Pseudogetreide.
Anders als der Name vermuten lässt, ist Buchweizen gar kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs. Da Buchweizenprodukte jedoch wie Getreide verwendet werden, gehört er in die Kategorie der Pseudogetreide. Der in Vergessenheit geratene Buchweizen erlebt aktuell ein Comeback im Bioanbau. Aufgrund seines nussigen Geschmacks und seiner ernährungsphysiologischen Vorteile ist der Buchweizen in der glutenfreien Küche beliebt und spielt auch in der vegetarischen und veganen Ernährung eine besondere Rolle. Darüber hinaus ist Buchweizen für eine nachhaltige Landwirtschaft sehr attraktiv. Durch die späte Anbauzeit dient er Insekten als Nahrungsquelle, zu einem Zeitpunkt, zu dem alle anderen Kulturarten und auch viele Wildpflanzen lange verblüht sind.
Grieß wird häufig mit frühen Erinnerungen verknüpft, da Grießbrei ein beliebtes Nahrungsmittel bei Säuglingen ist. Doch Grieß bietet noch viel mehr Möglichkeiten. In letzter Zeit erlebt Grieß eine Renaissance, denn Grieß ist vielfältig und ein wahrer Allrounder in der Küche. Außerdem verfügt Grieß, wenn er wie bei der Spielberger Mühle, Schalenteile und Keim enthält, über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe.
Kaum ein Getreide ist ähnlich vielfältig und weltweit so verbreitet wie Hirse. In vielen Gebieten Afrikas und Asiens stellt sie noch heute die Hauptnahrungsquelle dar. Und das nicht ohne Grund, denn Hirse gehört zu den nahrhaftesten Getreiden und liefert viele wertvolle Nährstoffe, besondere Spurenelemente sowie schützende Antioxidantien. Seit dem 21. Jahrhundert erlebt die Hirse in Europa ein Comeback und ist immer öfter auf dem Teller gesundheitsbewusster Menschen zu finden.
Hülsenfrüchte werden als pflanzliche Eiweißquelle immer beliebter. Vor allem für Veganer:innen und Vegetarier:innen spielen Hülsenfrüchte aufgrund ihres hohen Proteingehalts eine wichtige Rolle in der täglichen Ernährung. Die wichtigsten Vertreter sind Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen und Kichererbsen. Sie lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten und verzehren.
Kokosmehl gilt als beliebte Alternative zum Weizenmehl, da es deutlich weniger Kohlenhydrate und kein Gluten enthält. Dadurch ist es auch für Zöliakie-Erkrankte verträglich. Stattdessen enthält das Kokosmehl einen hohen Anteil an Ballaststoffen und Proteinen, weshalb es für Sportler:innen und bei der Gewichtsreduktion als Ersatz für die typischen Getreidesorten gut geeignet ist.
Kürbiskerne sind eine leckere und gesunde Knabberei. Sie sind eine gute Quelle für gesunde Fette, Nährstoffe und Proteine. Kürbiskerne können roh oder geröstet gegessen werden und sind eine beliebte Zutat in vielen Gerichten.
Die ersten schriftlichen Belege für die Verwendung von Leinsamen stammen aus dem alten Ägypten, wo sie als Heilmittel für verschiedene Beschwerden eingesetzt wurden. Denn Leinsamen sollen viele gesundheitliche Vorteile haben, wie die Regulierung der Verdauung, die Senkung des Cholesterinspiegels und die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Sie können als Ganzes oder geschrotet verzehrt, aber auch zu Öl gepresst werden.
Während Mais bei uns eher selten auf dem Speiseplan steht, ist er in Südeuropa und vor allem in Mittel- und Südamerika bis heute ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Und das zu Recht, denn Mais ist ein wertvolles Lebensmittel, das viele gesunde Inhaltsstoffe enthält. Aufgrund zunehmender Glutenunverträglichkeit gewinnt der Mais bei uns auch immer mehr an Bedeutung. Denn er ist von Natur aus glutenfrei und deshalb auch für Menschen mit Zöliakie geeignet.
Quinoa ist mehr als nur ein gesundes Trendfood. Bei dem Pseudogetreide handelt es sich um eine uralte Kulturpflanze aus den Anden, die schon bei den Inka ein wichtiges Nahrungsmittel war. Quinoa ist reich an Proteinen, Eisen und anderen Nährstoffen und eignet sich hervorragend für die vegetarische und glutenfreie Küche. Ob als Salat, Bratling, Müsli oder Auflauf - Quinoa lässt sich vielseitig zubereiten und schmeckt dabei leicht nussig.
Reis ist ein kleines Korn mit einer großen Bedeutung. Er ernährt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und ist in vielen Küchen und Kulturen zu Hause. Denn Reis ist nicht nur ein einfaches Getreide, sondern ein vielseitiges Lebensmittel, das in vielen verschiedenen Sorten, Farben und Formen vorkommt. Heute wird Reis in über 100 Ländern kultiviert und ist dabei eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt.
Sesam ist eine spannende Pflanze mit vielen gesunden Nährstoffen und einer langen Geschichte. Ursprünglich stammt er aus Südasien und ist eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Heute wird Sesam in vielen tropischen und subtropischen Ländern angebaut und kommt in verschiedenen Farben vor: weiß, braun oder schwarz. Dabei enthält er viel Fett, vor allem ungesättigte Fettsäuren wie die Linolsäure, die entzündungshemmend wirkt. Außerdem schmeckt Sesam sehr nussig und aromatisch. Somit ist Sesam nicht nur lecker, sondern auch gesund und vielseitig!
Soja ist eine faszinierende Pflanze, die seit Jahrtausenden in Asien als Nahrungsmittel angebaut wird. Sie enthält große Mengen an hochwertigem Protein und auch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Doch Soja ist nicht nur gesund, sondern auch vielseitig und kann in vielen verschiedenen Formen verzehrt werden, zum Beispiel als Sojamilch, Tofu, Tempeh oder Sojaflocken. Heute wird Soja auf 6% der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut und ist die weltweit wichtigste Ölsaat.
Sonnenblumenkerne sind mehr als nur ein leckerer Snack. Sie sind die Früchte einer der schönsten und größten Blumen der Welt, die sich nach der Sonne ausrichtet. Sie sind vollgepackt mit wichtigen Nähstoffen, die dem Körper und Geist guttun. Außerdem sind sie in der Küche, im Garten und in der Industrie vielseitig einsetzbar. Sonnenblumenkerne haben eine faszinierende Geschichte, die von den Ureinwohnern Amerikas bis zu den modernen Wissenschaftlern reicht.
Klein, gelblich und krümelig – auf den ersten Blick sehen sich Couscous und Bulgur sehr ähnlich. Beide Getreideprodukte sind heute bei uns sehr beliebt und lassen sich ohne viel Zeit- und Arbeitsaufwand zubereiten. Couscous und Bulgur werden traditionell aus Hartweizen hergestellt, Couscous jedoch aus Hartweizengries und Bulgur aus dem ganzen Hartweizenkorn. Unterschiede zwischen Bulgur und Couscous finden sich vor allem im Geschmack und in der Herstellung. Bulgur schmeckt kräftig nussig und Couscous eher milder. Bei der Herstellung von Bulgur werden Hartweizenkörner gedämpft, anschließend getrocknet und nach Bedarf klein geschnitten. Beim Couscous wird dagegen Hartweizengries in einem mehrstufigen Verfahren befeuchtet, zu Kügelchen gerollt, gekocht und getrocknet.
Die Erfindung der Cornflakes revolutionierte das Frühstück. Bei der Suche nach einem gesunden Nahrungsmittel haben die Brüder Kellogg gegen Ende des 18.Jahrhunderts durch Zufall die Cornflakes erfunden. Sie hatten versehentlich über Nacht gekochten Mais stehen gelassen. Diesen drehten sie durch eine Walze und trockneten die entstanden Flocken.
Porridge gehört schon lange zu den großen Frühstückstrends. Ob für Sportler:innen, welche sich protein- und ballaststoffreich ernähren, oder für Kinder und alle, die gesund in den Tag starten möchten. Die Flocken dafür können sowohl aus Hafer als auch aus anderen Getreidearten und vielen Pseudogetreidearten hergestellt werden. Die Spielberger Mühle stellt aus über 20 Getreidearten Flocken her. Der regelmäßige Verzehr von Getreideflocken gilt als wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung und kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken.
Nudeln sind mehr als nur ein einfaches Gericht. Sie sind eine kulinarische Kunstform, die in vielen Kulturen und Epochen eine wichtige Rolle gespielt hat. Von den chinesischen Nudeln, die vor über 4000 Jahren erfunden wurden, über die italienischen Pasta, die von Marco Polo nach Europa gebracht wurden, bis hin zu den modernen Variationen aus aller Welt: Nudeln sind vielfältig, lecker und gesund. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie zu den beliebtesten Lebensmitteln der Welt geworden sind. Deshalb sind die Teigwaren der Spielberger Mühle auch in ganz unterschiedlichen Sorten erhältlich.
Sie sind knusprig, nahrhaft und vielseitig: Vollkornprodukte sind die Stars unter den Lebensmitteln. Denn sie bieten nicht nur einen vollen Geschmack, sondern auch eine Fülle an gesunden Nährstoffen. Vollkornprodukte sind aus dem ganzen Getreidekorn gemacht und enthalten daher alle wertvollen Bestandteile des Korns. Das macht sie zu einem echten Superfood, da sie das Immunsystem stärken, die Verdauung fördern und das Herz schützen. Ob die Wahl nun auf ein saftiges Vollkornbrot, eine schmackhafte Vollkornpasta oder ein fruchtiges Vollkornmüsli fällt – Vollkornprodukte lassen sich in jede Mahlzeit integrieren und bieten unzählige Möglichkeiten, die Ernährung abwechslungsreich und gesund zu gestalten.
Rohkost ist eine Ernährungsform, die in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden hat. Doch was ist die Rohkosternährung eigentlich und warum ist sie so beliebt? Rohkost enthält überwiegend oder ausschließlich unerhitzte Lebensmittel, wodurch alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe erhalten bleiben, die für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt dazu, täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu essen. Das entspricht täglich rund 400g Gemüse, davon sollte die Hälfte gegartes Gemüse sein und die andere Hälfte Rohkost bzw. Salat sowie 250 g Obst. Dabei ist es wichtig, auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten, die alle Nährstoffe liefert und gut verträglich ist.
Vollwertkost ist mehr als nur eine Ernährungsweise – es ist ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept, das Gesundheit, Genuss und Umweltschutz verbindet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) definiert die Vollwertkost als eine Ernährungsweise, die den Bedarf an allen lebensnotwendigen Nährstoffen deckt und das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten senkt
Gluten ist ein Protein, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Für die meisten Menschen ist Gluten harmlos und sogar nützlich, da es den Teig elastisch macht und den Geschmack und die Textur von Brot und Gebäck verbessert. Doch für manche Menschen kann Gluten gesundheitliche Probleme verursachen wie Zöliakie, Weizenallergie oder Glutenunverträglichkeit. Diese Menschen müssen eine glutenfreie Ernährung einhalten, um Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Müdigkeit oder Hautausschläge zu vermeiden.