Kichererbsen
Durch ihren gesundheitlichen Nutzen und ihren klimarelevanten Beitrag wird die Kichererbse in Deutschland immer populärer. Neben der Vielzahl an gesunden Nährstoffen wie Eiweiß, Fett, Vitaminen und Ballaststoffen spielt die Kichererbse vor allem im ökologischen Landbau eine wichtige Rolle. Sie lässt sich gut in der Fruchtfolge als stickstoffsammelnde Hülsenfrucht integrieren. Mithilfe von Knöllchenbakterien bindet die Kichererbse atmosphärischen Stickstoff und erhöht dadurch die Bodenfruchtbarkeit und unterstützt die Humusbildung. Deshalb bauen die ersten Bio-Betriebe auch in Deutschland wieder Kichererbsen an. Aber auch durch klimatische Veränderungen und der hohen Trockenheitstoleranz der Kichererbse interessieren sich immer mehr Landwirte für den Anbau.
Herstellung
Kichererbsen werden im Mai gesät und von Ende August bis September geerntet. Nach der Ernte werden die Schoten getrocknet, bis sie sich öffnen. Anschließend durchlaufen die Kichererbsen mehrere Reinigungs- und Sortierschritte.
Verwendung
Kichererbsen sind enorm vielseitig. Durch ihren nussigen Geschmack eignen sie sich sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen. Kichererbsen schmeckt sowohl in Salaten, Currys, Bowls und Eintöpfen oder veganen Bratlingen. Kichererbsenmehl dient in vielen Kochkulturen als Basis zur Herstellung von Brot, Pizza, Pfannkuchen oder süßen Backwaren. Am bekanntesten sind Kichererbsen bei uns wohl aus dem arabischen Raum, als knusprig frittierte Falafel oder cremiger Hummus.
Neben den Kichererbsen an sich lässt sich auch das Kochwasser weiterverwenden. Vor allem für Veganer spielt das Kochwasser eine Rolle als Ersatz für Eiweiß in Backwaren, Süßspeisen oder Plätzchen.
Linsen
Grün, braun, gelb, orange, Linsen gibt es in ganz unterschiedlichen Farben und Größen. Sie gehören zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit und werden auf der ganzen Welt verwendet. Lange Zeit galten Linsen als „Arme-Leute-Essen“. Doch seit einiger Zeit werden sie als proteinhaltige und schmackhafte Alternative zu Fleisch wieder sehr geschätzt. Durch die niedrigen Ernteerträge und den hohen technischen Aufwand wurden Linsen in Mitteleuropa kaum noch angebaut. In den vergangenen Jahren wurden sie im ökologischen Landbau in Deutschland jedoch wiederentdeckt und auf der Schwäbischen Alb, in Hessen und in Niederbayern angebaut.
Herstellung
Linsen werden im April ausgesät und etwa Mitte August mit dem Mähdrescher geerntet. Die Ernte muss schonend erfolgen, da die Hülsen leicht aufplatzen. Anschließend werden sie getrocknet und durch verschiedene Siebsysteme gereinigt.
Verwendung
Linsen sind in der Küche vielseitig verwendbar und in vielen Nationalgerichten enthalten, wie beispielsweise dem klassischen, indischen Dhal oder dem traditionellen schwäbischen Gericht „Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen“. Sie sind ideal für die Zubereitung von deftigen Eintöpfen, herzhaften Aufstrichen, knusprigen Bratlingen, köstlichen Salaten und vielem mehr.
Gut zu wissen:
- Obwohl das Wort „Früchte“ in Hülsenfrüchten steckt, handelt es sich bei diesen Pflanzen botanisch gesehen um Gemüse.
- Auch Erdnüsse gehören zu den Hülsenfrüchten.
- Kein anderes Nahrungsmittel enthält so viel pflanzliches Eiweiß wie Hülsenfrüchte.
- Bei Glutenunverträglichkeit kann Kichererbsenmehl als Alternative zu Weizenmehl verwendet werden.
- Roh enthalten Kichererbsen unver-dauliche Giftstoffe. Deshalb werden sie in Wasser eingeweicht. Die Einweich-zeit beträgt mindestens 12 Stunden. Am besten über Nacht einweichen.
- Das Linsenaroma steckt in der Schale, weshalb kleinere Linsen durch mehr Hülsenoberfläche erdiger schmecken.
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