Leinsamen

Die ersten schriftlichen Belege für die Verwendung von Leinsamen stammen aus dem alten Ägypten, wo sie als Heilmittel für verschiedene Beschwerden eingesetzt wurden. Denn Leinsamen sollen viele gesundheitliche Vorteile haben, wie die Regulierung der Verdauung, die Senkung des Cholesterinspiegels und die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Sie können als Ganzes oder geschrotet verzehrt, aber auch zu Öl gepresst werden.

Leinsamen Pflanze

Herkunft 

Leinsamen sind die Samen der Leinpflanze, die zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt gehört. Die Leinpflanze wird etwa einen Meter hoch und hat himmelblaue Blüten. Die Samen sind bräunlich oder gelblich und haben eine glatte Schale. Die genaue Herkunft der Leinsamen ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass sie aus den Steppen Zentralasiens stammen. Schon im antiken Griechenland wurden sie als Heilmittel verwendet. Heute werden Leinsamen weltweit angebaut, vor allem in Kanada, USA, China, Indien und Ägypten.
Neben den Samen wurde auch die Faser der Leinpflanze schon seit Jahrtausenden genutzt. Aus ihr wurde Leinen hergestellt, ein strapazierfähiger und atmungsaktiver Stoff, der für Kleidung, Bettwäsche und Segel verwendet wurde. Leinen war bis ins 18. Jahrhundert der wichtigste Textilrohstoff, bevor er durch Baumwolle und Kunstfaser abgelöst wurde. Heute erlebt Leinen eine Renaissance als nachhaltiges und natürliches Material.
Für den Anbau von Leinsamen benötigt man ein gemäßigtes Klima mit einem stetigen Wechsel von Sonne und Regen. Bei der Wahl der Bodenzusammensetzung ist die Flachspflanze aber sehr anspruchslos

Goldleinsaat 

Goldleinsamen unterscheiden sich von anderen Leinsamen vor allem in der Farbe, dem Geschmack und der Zusammensetzung der Fettsäuren. Sie haben eine goldene Farbe und einen milderen Geschmack als braune Leinsamen. Außerdem haben die Goldleinsamen ein anderes Verhältnis der einzelnen Fettsäuren zueinander, sie enthalten mehr Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) und weniger alpha-Linolensäure (Omega 3-Fettsäure) als braune Sorten. Goldleinsamen besitzen auch ein höheres Quellvermögen als braune Leinsamen, was bedeutet, dass sie mehr Wasser aufnehmen können und so die Verdauung fördern.

Verarbeitung

Die Ernte der Leinsamen erfolgt in der Regel im Spätsommer oder Frühherbst, wenn die Samenkapseln braun werden und sich leicht öffnen lassen. Dazu werden die Samenkapseln abge-schnitten, getrocknet und grob zerkleinert. Danach können die kleinen Samenkörnchen abgesiebt werden. Die Leinsaat der Spielberger Mühle wird nach der Ernte mehrfach gereinigt und anschließend in Säcke verpackt. In der Spielberger Mühle wird er schließlich in verbrauchsgerechte Größen abgepackt.

Verwendung

Um von dieser Vielzahl an gesunden Wirkungen zu profitieren, sollte man Leinsamen am besten geschrotet oder gemahlen verzehren, weil die Schale sehr hart ist und sich im Magen kaum auflöst. Da Leinsamen schnell ranzig werden, sollten sie kühl und luftdicht gelagert werden. Es empfiehlt sich ganze Leinsamen, wie unsere  Leinsamen, zu kaufen und erst kurz vor dem Verzehr zu schroten. Dadurch bleiben die Leinsamen länger haltbar. Leinsamen können als Zutat für Speisen wie Müsli, Brot oder Pudding dienen. Beim Backen können sie jedem Brotrezept hinzugefügt werden, um dem Teig mehr Ballaststoffe und ein nussiges Aroma zu verleihen.
Außerdem können Leinsamen als Bindemittel für vegane Kuchen oder Waffeln dienen. Das klassische Leinöl kann zum Beispiel für Salatdressings oder zum Verfeinern von Suppen verwendet werden. Aber auch Müslis und Quarkspeisen erhalten durch Leinsamen ein nussiges Aroma und fördern die Verdauung. 

Gut zu wissen:

  • Leinsamen sind eine heimische und günstige Alternative zu den exotischen Chia-Samen, die ähnliche Nährwerte haben, aber viel teurer sind.
  • Sie sind reich an Ballaststoffen, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren und haben viele gesundheitliche Vorteile.
  • Leinsamen sollten geschrotet oder gemahlen werden, um die wertvollen Inhaltsstoffe besser aufnehmen zu können.
  • Idealerweise geschieht das immer frisch vor dem Verzehr, denn die mehrfach ungesättigten Omega-3- Fettsäuren zerfallen rasch und neigen dazu, ranzig zu werden.
  • Ganze Leinsamen fördern die Darmtätigkeit, müssen aber mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

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