Vollkorn enthält wertvolle Inhaltsstoffe
Vollkornprodukte sind nicht nur lecker, sondern auch gut für die Gesundheit. Sie enthalten alle Teile des Getreidekorns und damit viele wertvolle Nährstoffe. Denn die wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Pflanzenstoffe kommen hauptsächlich im Keimling und in den Randschichten des Getreidekorns vor, die bei Weißmehl jedoch entfernt werden. Die Ballaststoffe, die in den Randschichten des Getreidekorns zu finden sind, fördern die Verdauung, erhöhen das Sättigungsgefühl, stabilisieren den Blutzuckerspiegel und können die Darmflora unterstützen. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können Entzündungen hemmen. In Vollkornprodukten sind außerdem große Mengen an Zink, Eisen und Magnesium enthalten, die für verschiedene Stoffwechselprozesse wichtig sind. Vitamine, vor allem aus dem B-Komplex, die an der Energiegewinnung und der Nervenfunktion beteiligt sind, sind in Vollkornprodukten ausreichend enthalten. Zusätzlich sind Vollkornprodukte reich an essentiellen Fettsäuren und fördern die Herzgesundheit.
Der Verzehr von Vollkornprodukten kann daher das Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungen und Darmkrebs senken. Außerdem kann Vollkorn helfen, ein gesundes Körpergewicht zu halten und abzunehmen.
Kritik an Vollkornprodukten
Vollkornprodukte stehen häufig in der Kritik, weil sie von manchen Menschen als unverträglich, ungesund oder überbewertet angesehen werden. Häufig wird kritisiert, dass Vollkornprodukte Gluten enthalten, die bei Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit zu Beschwerden führen kann.
Außerdem ist in Vollkornprodukten Phytinsäure enthalten, eine bioaktive Substanz, die in den Randschichten von Getreide, Hülsenfrüchten oder Ölsaaten vorkommt. Sie kann Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium oder Magnesium binden und dadurch deren Aufnahme im Körper erschweren. Dies kann zu einem Mangel an diesen Nährstoffen führen, wenn die Ernährung zu viel Phytinsäure enthält.
Zusätzlich enthalten Vollkornprodukte viele Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel erhöhen und zu Übergewicht oder Diabetes beitragen können. Vollkornprodukte können auch zu Blähungen oder Verdauungsproblemen führen, weil sie viele Ballaststoffe enthalten, die im Darm fermentiert werden.
Diese Kritikpunkte sind jedoch nicht pauschal gültig und können durch eine individuelle Anpassung der Ernährung oder durch die richtige Zubereitung der Vollkornprodukte vermieden werden.
Individuelle Anpassung der Ernährung und Verbesserung der Verträglichkeit
Bei Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann auf glutenfreie Vollkornprodukte wie Quinoa, Buchweizen oder Amaranth ausgewichen werden.
Außerdem kann die Phytinsäure durch verschiedene Zubereitungs- und Verarbeitungsprozesse abgebaut werden. Dies gilt zum Beispiel für das Einweichen von Getreide, aber auch für die Teigzubereitung, insbesondere mit Sauerteig. Je länger die Einweich- und Teigführungszeiten, umso mehr Phytinsäure wird abgebaut. Aber auch das Keimen der Getreidekörner reduziert die Phytinsäure, was wiederrum die Mineralstoffaufnahme verbessert. Allerdings ist Phytinsäure nicht nur ein Problem, sondern auch ein Vorteil für die Gesundheit. Sie hat antioxidative, entzündungshemmende und krebshemmende Eigenschaften. Außerdem liefern Vollkornprodukte mehr Mineralstoffe als Weißmehlprodukte, so dass die Phytinsäurebindung teilweise ausgeglichen wird. Die Verfügbarkeit von Mineralstoffen kann zusätzlich noch erhöht werden, indem Lebensmittel mit Vitamin C wie zum Beispiel Obst oder Gemüse zusammen mit eisen- oder zinkhaltigen Lebensmitteln verzehrt werden.
Die Kohlenhydrate in Vollkornprodukten sind komplexer als die in raffinierten Getreideprodukten und lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Außerdem enthalten Vollkornprodukte mehr Ballaststoffe, die das Sättigungsgefühl erhöhen und das Hungergefühl reduzieren. Deshalb ist es sinnvoll bei Übergewicht, raffinierte Getreideprodukte durch Vollkornprodukte zu ersetzen.
Die Blähungen oder Verdauungsprobleme durch Vollkornprodukte können durch eine schrittweise Erhöhung der Ballaststoffzufuhr und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme verringert werden. Außerdem profitiert die Darmflora von den Ballaststoffen in Vollkornprodukten.
Fazit
Vollkornprodukte haben also trotz Kritik viele gesundheitliche Vorteile und sollten nicht generell gemieden werden. Die Stoffe in den Vollkornprodukten, die in der Kritik stehen sind nicht grundsätzlich schädlich und können je nach Verträglichkeit, Qualität und Menge der Vollkornprodukte unterschiedliche Wirkungen haben. Außerdem können sie durch eine richtige Zubereitung oder eine Auswahl von geeigneten Getreidesorten reduziert oder vermieden werden.
Vollkornprodukte im Sortiment der Spielberger Mühle
Das Sortiment der Spielberger Mühle beinhaltet in allen Produktgruppen Vollkornprodukte. Neben Getreide und Vollkornmehlen, Naturreis und Vollkornnudeln handelt es sich auch bei den Getreideflocken um Vollkornprodukte. Sie werden alle aus dem ganzen Korn hergestellt, indem sie durch Dämpfen geschmeidig gemacht und anschließend ausgewalzt werden.
Gut zu wissen:
- Vollkornprodukte sind Lebensmittel, die aus dem ganzen Getreidekorn hergestellt werden. Das bedeutet, dass sie alle Bestandteile des Korns enthalten: den Mehlkörper, die Kleie und den Keimling.
- Vollkornprodukte enthalten viele wertvolle Nährstoffe, wie Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren.
- Auch glutenfreie Getreidesorten wie Quinoa, Buchweizen oder Amaranth können zu Vollkornprodukten verarbeitet werden.
- Vollkornprodukte können in verschiedenen Formen verzehrt werden, wie Brot, Nudeln, Müsli, Flocken oder als Ganzes Korn.
- Unverträglichkeiten durch Vollkornprodukte können durch eine individuelle Anpassung der Ernährung oder eine richtige Zubereitung der Vollkornprodukte vermieden werden.
- Die Phytinsäure in der Kleie, die die Aufnahme von Mineralstoffen hemmt, kann durch Einweichen, Keimen oder Säuern reduziert werden.